Hier, im Land der Liekedeler, Fischbrötchen
und Windkraftanlagen waren wir uns sicher, keine Westernreiter und kein Internet.
Aber wie naiv von uns! Schon am zweiten Tag entdeckt Steffi ein Schild mit "Westernreiten",
fünf Minuten entfernt vom Hof. Und siehe da, wir fanden die Pretty Horse
Farm der Familie Leerhoff, die hier seit einigen Jahren Quarter Horses züchtet.
Eine sehr herzliche Begrüßung, ein Aussi-Welpen-Wurf und kleine Katzen,
schon blieben wir für einige Zeit.  Mozart
- meist dur, manchmal moll
Überhaupt
Pferde: Nicht nur die Kinder konnten auf "unserem" Ferienhof reiten,
wann immer sie wollten - auch die Erwachsenen ließen das Pferdemädchen
wieder aus sich heraus. Nach wenigen Tagen hielt es Steffi nicht mehr und "Mozart"
wird mal klassisch ohne, mal ernsthaft mit Sattel geritten.  Alex,
aka "Ali"
Hannah
verliebte sich in Minishetty "Alex", vielleicht weil er genau das Gegenteil
von Hannahs Quarter Horse-Stute "Ginnin" bei uns zuhause ist: Klein,
stur und nicht der Beflissenste, wenn es um den Willen des Reiters geht. Denn
während Ginnin zuhause und bei Freunden Runde um Runde galoppieren soll,
war Hannah auf "Ali" genügsamer - Trab war okay, aber auch einfach
mal rumstehen bekam seinen eigenen Charme. Trotzdem war "Ali" (ja, man
kann einen schon kurzen Namen wie Alex noch weiter kürzen!) ein heißer
Kandidat auf ein Rückfahrticket nach Düsseldorf irgendwo zwischen Kindersitz
und Ladefläche...  Spielstunde!
Spaß
hatte auch unsere junge Aussiehündin "Holly". Sie durfte auf dem
Hof frei herumlaufen und gewährte dann dem erst drei Monate alten Hof-Münsteraner
gnädig einige Spielstunden.  Ich
bin schon sooo schnell!
Übrigens:
Das allgegenwärtige "Moin" ist nicht, wie wir anfangs vermuteten,
eine Touristennummer, sondern tatsächlich der 24-Stunden-Gruß der Nordlichter.
Die waren übrigens mit so einer Freundlichkeit und Herzlichkeit unterwegs,
daß es uns nicht wunderte, viele Kennzeichen aus Westfalen und dem Rheinland
zu sehen. An dieser Stelle einen Gruß nach Gevelsberg, Haltern am See und
Nordkirchen! 
Mit
den Westfalen feierte Hannah auch spontan ihren 6. Geburtstag, sie organisierte
an dem eher in kleinem Rahmen geplanten Tag eine Party mit ihren Urlaubsbekanntschaften.
So stand auch eine Spielscheuen auf dem Programm, die für die Reinhold Messners
unter den Kindern gebaut worden sein muß. Kletterwand und Kletterpyramide
waren stellvertretend für die neue Etappe in Hannahs Leben
als Schulkind, oder wie wir (immer noch) sagen: I-Dötzchen. 
Für
Hannah, die Kinder und auch uns war es ein großartiger Tag, und schon jetzt
habe ich das Gefühl, die Zeit scheint zu rasen. Vom Kind, das ich bei der
Geburt im Arm hielt, zum Kind, was schon jetzt manchmal genervt von uns Eltern
ist ("ich weiß das schon", "ich kann das schon"), das
waren keine sechs Jahre, sondern gefühlte 12 Monate, höchstens. Und
immer öfter klingt mir Großmutters "Wie die Zeit vergeht"
im Ohr...  Noch
reicht Hannah ein Fahrrad...
Dass
es bei wittelsbuerger.com auch mal ohne die Wittelsbürgers geht und wittelsbuerger.com
von den Lesern gemacht wird, hat uns unser Urlaub wieder gezeigt. Die Nachrichten
blieben stets aktuell, das Diskussionsforum verzeichnete einen neuen Rekord mit
über 250 Lesern, die zur gleichen Zeit online waren, die Anzeigen gingen
großer Zahl ein, trotz der beginnenden Sommerferien. Danke
an dieser Stelle euch Administratoren und Moderatoren, den Redakteuren und Experten
und den Lesern, die uns und alle anderen auf dem Laufenden halten. Danke
auch denjenigen, die uns während des Urlaubs mit Neuigkeiten versorgt haben
(Glückwunsch Volker! und: Grüße in die Schweiz!), auch ohne WLAN
und Hotspot haben wir uns "online" gefühlt. Ach
so: Am Meer waren wir natürlich auch, und haben gelernt: Aussies sind auch
gerne als Watthund unterwegs... 


 Vom
Winde zersaust: Holly (dt: "Stechpalme"...)
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